Atmosfair: nachdenken - klimabewusst reisen
France Ecotours ist Mitinitiator und aktiv engagiert bei Atmosfair:
Atmostfair: Was ist das?
Atmosfair ist eine Initiative, die am 22. Juni 2004 vom Bundesumweltministerium, von ONG Germanwatch und vom Forum Anders Reisen ins Leben gerufen worden ist.
Nicht jeder kann oder will auf einen Flug verzichten ' auch wenn er wei', dass er damit zur Klimaerwärmung beiträgt. Wer die Folgen seines Tuns nicht einfach anderen aufhalsen will, für den gibt es jetzt ein Angebot: atmosfair.
Wie funktioniert das?
Der Passagier zahlt freiwillig für die von ihm verursachten Klimagase. Das Geld wird zum Beispiel in Solar-, Wasserkraft-, Biomasse- oder Energiesparprojekte investiert, um dort eine Menge Treibhausgase einzusparen, die eine vergleichbare Klimawirkung haben wie die Emissionen aus dem Flugzeug. Finanziert werden Projekte in Entwicklungsländern. Ihr Geld trägt dazu bei, diese Projekte zu ermöglichen.
Was sind die Ergebnisse?
Zwar lässt sich der Schaden, der für die Umwelt durch einen Flug entsteht, nicht ungeschehen machen ' genauso wenig wie eine Plombe einen gesunden Zahn heilen kann. Doch in beiden Fällen ist ein Reparaturversuch ohne Zweifel besser als die Hoffnung, durch Aussitzen werde sich das Problem schon irgendwie von selbst lösen. Das Geld flie't anschlie'end an Klimaschutzprojekte in so genannten Entwicklungsländern, die das Atmosfair-Team nach strengen Kriterien auswählt. Kontrolliert werden die Projekte von Gremien und technischen Organisationen, die im Rahmen des Klimaprotokolls von Kioto entstanden sind. So kann der Kunde sicher sein, dass das Geld auch tatsächlich beim Klimaschutz ankommt.
Welcher Spendenbetrag ergibt sich?
Flug ist nicht gleich Flug. Klar ist, dass die Umwelt bei einer Reise von Frankfurt nach Honolulu stärker belastet wird als bei einem Flug von Hamburg nach Köln. Doch au'er der Entfernung gibt es noch viele andere Faktoren, die für die Klimabilanz wichtig sind. Die Flughöhe spielt ebenso eine Rolle wie der Flugzeugtyp, die Anzahl der Sitze an Bord und wie viele davon besetzt sind. Hinzu kommen Faktoren wie Warteschleifen, Umwege und das Rollen am Boden. Kurzum: Eine ganze Reihe Faktoren sind zu beachten, um herauszufinden, wie stark der Flug eines konkreten Passagiers auf das Weltklima wirkt ' und wie teuer deshalb ein 'atmosfair-Ticket' sein sollte, mit dem sich anderswo entsprechend Klimaschutzprojekte finanzieren lassen. Zu allen relevanten Fragen hat der Emissionsrechner Informationen gespeichert. Damit am Ende nicht ein Pi-mal-Daumen-Ergebnis herauskommt, werden Datensätze von hoher wissenschaftlicher Qualität verwendet, die das Umweltbundesamt geprüft und für gut befunden hat.
Folgende Tabelle gibt einen 'berblick über die Distanzen im Verhältnis zum Preis:
| Zone | Distanz in km | Emission CO2 in kg pro Flug | Spendenbetrag in ' |
| 1 | 3.000 | 460 | 8,- ' |
| 2 | 5.000 | 760 | 13,- ' |
| 3 | 7.000 | 1.400 | 23,- ' |
| 4 | 10.000 | 1.900 | 33,- ' |
| 5 | 16.000 | 3.900 | 68,- ' |
| 6 | 22.000 | 6.100 | 106,- ' |
| 7 | 30.000 | 8.400 | 146,- ' |
| 8 | 38.000 | 11.000 | 191,- ' |
Ein genauer Emissionsrechner, der den CO2 Verbrauch Ihres Fluges und anschlie'end den Betrag in Euro ermittelt ist auf der Website von atmosfair zu finden.
Mittelverwendung
Klimaschutzprojekte
Wer ein atmosfair-Ticket kauft, kann sicher sein: Mit 80 Prozent des Geldes werden Projekte finanziert, die unmittelbar klimaschädliche Gase reduzieren. (Wieviel Prozent es genau sind, werden wir erst am Ende des ersten Betriebsjahres, also Mitte 2006 in unserem Geschäftsbericht sagen können.) Alle Projekte sind CDM-Projekte und entsprechen dem so genannten 'Gold-Standard'. Die echte und vollständige Zertifizierung der Projekte durch UNO-akkreditierte Kontrollorganisationen unterscheidet atmosfair von anderen Anbietern und sorgt für grö'tmögliche Kundensicherheit.
Verwaltungskosten
In der Aufbauphasse hat das Bundesumweltministerium atmosfair gefördert. Seit Mai 2005 ist atmosfair eine eigenständige und gemeinnützige Non-Profit-Organisation. Doch immernoch ist garantiert: Für Marketing und Verwaltung sollen nur 20%, der Spendeneinnahmen ausgegeben werden. Dies entspricht den Kriterien des Spendensiegels (Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen), wonach gemeinnützige Organisationen höchstens 35 % ihrer Einnahmen für Marketing und Verwaltung verwenden dürfen.
Die atmosfair GmbH ist rechtlich verpflichtet, den Jahresabschluss und die Bilanz von einem unabhängigem Wirtschaftsprüfer prüfen zu lassen. Dies geschieht zum ersten Mal voraussichtlich nach dem ersten Geschäftsjahr, also Sommer 2006. atmosfair wird anschlie'end die diesbezüglichen Unterlagen veröffentlichen.
Weitere Informationen zu atmosfair finden Sie auf der Webseite: www.atmosfair.de







