Adieu, Plastikbesteck!

Verbot von Verkauf von Plastikbesteck in Frankreich ab 2020

Vielleicht habt ihr es auch schon bemerkt: In einigen Klamottenläden werden eure Hosen und Pullis nicht mehr wie selbstverständlich in die kleinen hübschen Plastiktüten mit dem Logo des Ladens drauf gepackt. „Wollense ‘ne Tüte?“, heißt es stattdessen und falls ja, macht das 10 Cent. Auch REWE steigt in diesen Zug und ersetzt seine Plastiktüten durch wiederverwendbares Material.

Frankreich hat seit Juli diesen Jahres einen extremeren Schritt gewagt: das Verkaufsverbot von Plastiktüten an jedweder Kasse. Ob Lebensmittelladen, Bäckerei oder Apotheke: an der Kasse sind Einweg-Plastiktüten nicht mehr erhältlich.

Künftig soll auch Einwegbesteck und To-Go-Bechern Lebewohl gesagt werden. Per Gesetz will die französische Regierung bis zum Jahr 2020 den Verkauf von Plastikbesteck verbieten. Umweltschützer sind natürlich begeistert von dieser fixen Idee; da das Gesetz aber auch Plastikverpackungen verbannen will, stellen sich Lobbyisten der Verpackungsindustrie entschieden dagegen: Es verstieße gegen das europäische Recht des freien Warentransports im Binnenmarkt, heißt es. Wer diesen Hahnenkampf um das Umweltbewusstsein Frankreichs letztendlich gewinnt, bleibt wohl oder übel abzuwarten.