Auswandern nach Frankreich

„Sommer, Sonne, Sonnenschein“! Wer wünscht sich das nicht – am besten täglich beim Aufstehen. In Deutschland leider viel zu selten Realität. Aber da kann ja Abhilfe geschaffen werden – etwa durch Auswandern nach Südfrankreich oder eines der französischen Überseegebiete mit tropischem Klima (Französisch-Guayana, Guadeloupe, Martinique oder Réunion). Letzere haben den großen Vorteil, zwar in sonnigen Gefilden zu liegen, aber trotzdem rechtlich zu Frankreich zu gehören. Der Euro ist Währung und dank der EU-Reisefreiheit ist bei einer Aufenthaltsdauer unter 3 Monaten nicht einmal ein Visum notwendig – lediglich ein gültiger Personalausweis oder Reisepass.

Aber zur Sache: Die wichtigste Voraussetzung für Arbeiten in Frankreich ist die Sprache: Sie sollte zumindest grundlegend beherrscht werden. Die größten Chancen auf einen Arbeitsplatz gibt es momentan im Bauwesen, im Handel und Handwerk, sowie in Gastronomie und Hotelgewerbe. Auch Dienstleistungen wie Tagesmütter oder Haushaltshilfen sind sehr gefragt. IT-Spezialisten und Finanzexperten haben aktuell die besten Chancen auf eine Stelle in Frankreich. Auf Stellensuche kann man schon von zu Hause aus gehen, etwa bei der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit und der Stellenbörse auf dem EURES-Portal. Doch eins sollte klar sein: Ein traumhafter Urlaub ist noch keine Garantie, dass Arbeiten vor Ort genauso viel Freude macht!

Wer länger als die oben erwähnten 3 Monate bleiben will, kann unter Nachweis eines Arbeitsplatzes bei der örtlichen Polizeibehörde, Verwaltungsbehörde oder im Rathaus eine Aufenthaltserlaubnis (carte de séjour) beantragen. Eigentlich ist diese carte de séjour für EU-Bürger gar nicht mehr notwendig, sie ist aber in einigen Bereichen des Alltags äußerst hilfreich. So kann sie unter Umständen bei der Eröffnung eines Kontos verlangt werden. Nach drei Jahren Aufenthalt in Frankreich kann dann eine dauerhafte Genehmigung beantragt werden – das heißt, für 10 Jahre. Sie ist aber immer wieder verlängerbar.

Bei ernsthaftem Interesse sollte man sich gut über den gewünschten Auswanderort informieren. Von dort aus sind die Möglichkeiten aber natürlich groß. Wir wünschen viel Spaß bei der Recherche – und freuen uns immer über Ansichtskarten!

Oliver Bernasconi