Europäischer Tag des offenen Denkmals im September 2016!

Am 17. und 18. September feiern auch die Franzosen die Europäischen Tage des offenen Denkmals, die Journées européennes du patrimoine.
Besonderer Fokus liegt dabei natürlich auf dem Kulturerbe, das Frankreich und seinen zahlreichen geschichtsträchtigen Schlössern, Häusern und Ländereien innewohnt. Während dieser spätsommerlichen Tage führt Frankreich sich seine Sehenswürdigkeiten vor Augen und entwickelt eine ganz neue Liebe zum kulturellen Erbe. Genau deshalb heißt das Motto auch: Patrimoine et Citoyenneté.

Ganz nach dem Motto Klein, aber oho! öffnen zwei kulturhistorische Gebäude ihre Türen, um ihre Schönheit mit Besuchern zu teilen:
In der Küstenstadt Hendaye lädt euch das Château Observatoire Abbadia am Atlantik zur Besichtigung ein. Das im neugotischen Stil erbaute Schloss dient heute als wahre Schatzkammer an wissenschaftlichen Funden und Archiven und gilt in seiner Region als Kulturerbe des 19. Jahrhunderts. Jährlich werden im Schloss Abbadie etwa 50.000 Besucher willkommen geheißen. Geboten wird ihnen ein Rundgang, der sowohl das Leben des Erbauers Antoine Thomas Abbadias als auch die Schönheit des Schlosses liebevoll repräsentiert.

Auf der anderen Seite Frankreichs, am Mittelmeer, erwartet euch ein nicht minder faszinierendes kulturelles Erbe: Seit über 100 Jahren schlummerte ein ungeahnter Schatz in der Villa Douzans in dem Küstenstädtchen Banyuls-sur-Mer. Der südfranzösische Bildhauer Aristide Maillol hat hier einst seine Spuren hinterlassen, indem er die Decke des Speisezimmers heimlich mit Stuckarbeiten verschönerte. Erst in den späten 1940er Jahren wurde die Existenz dieses Kunstwerks bekannt und von viele Lagen Tapeten befreit.

Und, schon Lust auf die Besichtigung der beiden geschichtsträchtigen Bauten bekommen?
À propos Sehenswürdigkeit: einen Besuch wert sind auch die Städte, in denen die Denkmäler liegen. Hendaye und Banyuls-sur-Mer sind Ausgangs- und Endpunkt unserer Radwanderreise durch die Pyrenäen!