Gesundheit durch den Frankreichurlaub

Reisen als nachhaltige Medizin

Nachhaltigkeit – eine Sache, die uns sehr am Herzen liegt und die unseren Lesern daher immer wieder begegnet. Die Bezeichnung allerdings kann sich, abseits der modernen umfassenden Bedeutung, auch auf Dinge beziehen, an die der Leser im ersten Moment vielleicht gar nicht denkt. So auch auf die individuelle menschliche Gesundheit.
Im Duden sind noch alle Bedeutungen des Wortes aufgelistet:
1.) eine längere Zeit anhaltende Wirkung
2.) ein „forstwirtschaftliches Prinzip, nach dem nicht mehr Holz gefällt werden darf, als jeweils nachwachsen kann“
3.) ein „Prinzip, nach dem nicht mehr verbraucht werden darf, als jeweils nachwachsen, sich regenerieren, künftig wieder bereitgestellt werden kann“.

Die 1.) Bedeutung ist die ursprüngliche, älteste Bedeutung, die erst einmal nur Nachhaltigkeit im Sinne einer beständigen, wirksamen Sache meint. Wie nun diese Nachhaltigkeit mit der Gesundheit, diese wiederum mit der Nachhaltigkeit nach der modernen, 3.) Definition und dies alles mit Urlaub in Frankreich zu tun hat, möchten wir im Folgenden erläutern.

Manchmal ist unklar, was einen eigentlich gerade belastet. Da Psyche und Körper zusammenhängen, gilt es, sie auch beide nachhaltig zu pflegen und gesund zu halten. fotolia.de ©Rike. (#144056708)

Nachhaltige Medizin

Das Gefühl „Schmetterlinge im Bauch“ zu haben, oder dass einem ein „Stein vom Herzen gefallen“ ist, kennt wohl jeder. Dergleichen Situationen sind die einfachsten und alltäglichsten Beispiele für den Zusammenhang zwischen seelischen Belastungen oder seelisch-geistigen Regungen und körperlichen Symptomen. Und auch umgekehrt gilt die Regel, dass in einem „gesunden Körper ein gesunder Geist wohnt“: im Jahr 2014 stellten Forscher fest, dass körperliche Aktivität im mittleren Lebensalter (50 – 65 Jahre) das Risiko für die Weiterentwicklung leichter kognitiver Störungen bis zu starkem Alzheimer deutlich verringert. In der Fachmedizin wird bei Krankheiten, die aus Wechselbeziehungen zwischen den Lebensumständen, Gefühlen und Gedanken und den Organen eines Patienten bestehen, von psychosomatischen Erkrankungen (griech. psyche = Seele und soma = Körper) gesprochen.
Obwohl sich Ärzte weltweit heutzutage größtenteils einig sind, dass die meisten Krankheiten nicht nur eine einzige Ursache haben, sondern die Psyche immer noch ihren Teil dazu beiträgt, betreibt die übliche Schulmedizin meist noch immer Symptombekämpfung. Sobald Symptome auftreten, wird in der Regel ein Medikament verschrieben, dass die Symptome lindert oder verschwinden lässt. Die Krankheit ist damit häufig bekämpft, der Patient fühlt sich wieder gesund und der Arzt in seiner Fachkompetenz bestätigt. Dass dies keine nachhaltige Methode zur dauerhaften Erhaltung und Stabilisierung der Gesundheit ist, sollte aber eigentlich klar sein.
Nachhaltige Medizin unterscheidet sich von herkömmlichen Behandlungsmethoden in mehreren Punkten:

  • - Sie beginnt vor dem Auftreten von Symptomen. Damit ist sie vorsorgend und stabilisierend.
  • - Sie ist nachhaltig im Sinne von anhaltend. Sie will nicht nur Linderung von Symptomen über einen kurzen Zeitraum, sondern andauernde Gesundheit.
  • - Sie möchte alle negativen Einflüsse auf Psyche und Körper ins Auge fassen und versuchen damit umzugehen. Das heißt nicht immer, dass sie sie bekämpfen kann. Allerdings verlangt sie Aufmerksamkeit und Achtsamkeit.
  • - Nachhaltige Medizin lehrt gleichsam auch ein nachhaltiges Denken. Nur wenn der Patient versteht, warum er auf diese Art und Weise Heilung finden kann, besteht die Möglichkeit einer dauerhaften Besserung seiner Beschwerden. Damit einer geht die Verantwortung dem eigenen Körper und dem Leben anderer gegenüber.

Reisen, um gesund zu bleiben

Der neue Trend in Unternehmen sind „Gesundheitsreisen“. Mitarbeitern werden diese mitunter sogar schon finanziert, weil Führungskräfte wissen, dass erholte und gesunde Mitarbeiter effizienter und kreativer arbeiten. Abgesehen davon, ob solche Jobs, bei denen spezielle Urlaube für die Erhaltung der Gesundheit für einen Menschen notwendig sind, sich in Zukunft nicht dauerhaft verändern sollten, lässt sich alleine aus diesem Trend feststellen: Erholung, Entspannung und Ruhe tragen entscheidend zur Gesundheit bei. Im vernetzten, digitalen und hektischen 21. Jahrhundert, bei dem jeder immer erreichbar ist, brauchen Menschen den natürlichen Ausgleich. Alleine die Rufbereitschaft, oft auch noch nach Feierabend, erhöht bei vielen Menschen das Risiko, Depressionen zu entwickeln oder gar ein Burnout zu erleiden.
Privatpersonen, die vom Arbeitgeber keine solche Reise finanziert bekommen und deren Arzt den Kururlaub nicht für notwendig erachtet und nicht verschreiben möchte, jammern dann oftmals über zu hohe Kosten. Eine Erholungsreise oder gar einen Kuraufenthalt im Ausland, das könne sich keiner leisten. Vor allem nicht für mehrere Wochen. Genau in diesem Gedanken liegt der Fehler, weil nicht nachhaltig überlegt und geplant wird. Was nämlich häufig vergessen wird: wirklich hohe Kosten fallen dann an, wenn eine Krankheit bereits in fortgeschrittenem Stadium ist. Sei es für Medikamente, für Aufenthalte in Krankeneinrichtungen, für Pflegeheime im Alter. Auch wenn die Krankenkasse viele Kosten übernimmt, muss der Patient immer noch einiges selbst finanzieren. Hinzu kommen Arztbesuche, Touren zur Apotheke usw. – alles Dinge, die Zeit und Nerven kosten.

Vorsorgen durch Kururlaube und Wellness in Frankreich

Einigen wenigen körperlichen Veränderungen kann kaum jemand entgegenwirken. Dazu gehört beispielsweise die Verschlechterung des Gebisses, die bei noch so guter Zahnpflege beinahe jeden Menschen eines Tages trifft. Im direkten Vergleich der Bundesländer wird deutlich, dass solche Behandlungen immer mit erheblichen Kosten verbunden sind. Damit genügend Geld für diese obligatorischen Kosten vorhanden ist und es nicht bereits in eigentlich unnötige Medikamente für andere Krankheiten investiert werden musste, gilt es, wie bereits erwähnt, nachhaltig vorzusorgen und die Gesundheit zu stabilisieren.

Das Klima an den Küsten Frankreichs wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden und die Gesundheit aus – und beugt dadurch auf nachhaltige Weise möglichen Krankheiten vor, die oft auch von hohen Kosten begleitet sind. fotolia.de ©Matteo Gabrieli (#96278090)

Gut verknüpfen lässt sich der Plan eine Kur zu machen mit dem Plan, Frankreich einen Besuch abzustatten. Die Liste der renommierten Kurorte gerade in Südfrankreich ist endlos. Diverse Zentren bieten von Ayurvedakuren, Bäderkuren, Diät- und Fastenkuren, bis hin zu umfassenden Massagen, Reha-Maßnahmen und Gymnastikkursen alles an, was die Gesundheit nachhaltig stärkt.
Doch Frankreich hat neben „gewöhnlichen“ Kurangeboten auch spezielles Wellness zu bieten: vornweg die Thalassotherapie, die sich beispielsweise mit einer Wanderreise an der Côte Vermeille bei Collioure verknüpfen lässt.

Die Thalassotherapie geht auf einen englischen Arzt zurück, der den Zusammenhang zwischen Meeresluft und Meerwasser und der Therapie diverser Krankheiten entdeckt hat. Bis heute gilt Frankreich als größter Anbieter für Thalassokuren, dicht gefolgt von Tunesien. Da auch die Sonne bei der Therapie eine nicht unerhebliche Rolle zu spielen scheint – die Erfolge der Therapiezentren sprechen für sich – sind es gerade die südliche Regionen Frankreichs, die sich für eine solche nachhaltige Gesundheitsreise anbieten.

Ganz gleich, in welcher Art und Weise entspannt wird, die regionalen Gegebenheiten an den französischen Küsten unterstützen bei der Heilung verschiedenster Krankheiten. fotolia.de ©Daniel Etzold (#16469527)

Detox an der Küste Frankreichs

Detox, das ist noch so ein Modebegriff. Aber was heißt das eigentlich? Der Begriff stammt aus dem Englischen und kürzt Detoxification ab – Entgiftung also. Und damit ist die Reinigung des Körpers von Schadstoffen und Giften gemeint, die uns heutzutage tatsächlich überall begegnen. Sei es:

  • - Quecksilber in Fisch und Meeresfrüchten
  • - Blei aus Industrieabgasen
  • - Cadmium im Getreide oder Tabakrauch
  • - Pestizide in Lebensmitteln
  • - Aluminium im Trinkwasser
  • - Schimmelpilze in der Wohnung und in Möbeln oder auch
  • - diverse Medikamente, die der Körper ebenfalls entgiften muss.

All diese Stoffe nehmen wir täglich durch die Nahrung und Umwelt auf. Sie machen dem Körper auf Dauer zu schaffen, weshalb zu einem bewussten Lebensstil in der heutigen Zeit auch die Pflege und Reinigung des Körpers von innen gehört. Wer nachhaltig für seine Gesundheit sorgen möchte, kann das mit Detoxkuren tun, die, abgesehen von den üblichen Reisekosten nicht einmal etwas kosten müssen. Man muss nur wissen, wie und wo.

Ähnlich, wie bei den Thalassokuren, bieten sich der Süden Frankreichs und gerade die Regionen am Meer zum Detoxen besonders an. Egal ob es einen an die Ärmelkanalküste, zur beruhigenden Mittelmeerküste oder an die Atlantikküste treibt, die positiven Effekte alleine der Meeresluft wirken bereits Wunder. Weiterhin sollte darauf geachtet werden, sich während der Detoxtage vorwiegend pflanzlich zu ernähren, wenig Kohlenhydrate zu essen und viel Wasser zu trinken. Wenig Zucker und der Verzicht auf Alkohol und Tabak sind ein Muss. Bereits nach wenigen Tagen sollten das schöne Land und die innere Einstellung ihre Effekte zeigen, die mit Sicherheit nachhaltig wirken werden.