Nationale Baudenkmäler

Frankreich ist nicht nur das Land der hohen Kochkunst und der guten Weine. Unser Nachbarland wartet auch mit einem unwahrscheinlichen Reichtum an kulturellen Schätzen auf: prachtvolle Schlösser, majestätische Festungen, jahrhundertealte Kirchen, Klöster und Abteien sowie archäologische Stätten und Höhlen. Viele davon sind von großer historischer Bedeutung und wurden von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Teilweise stehen sogar ganze Städte oder Stadtteile unter Denkmalschutz. Viele dieser außergewöhnlichen Sehenswürdigkeiten werden durch das Centre des monuments nationaux (CMN) verwaltet, das sich um ihren Erhalt kümmert und sie für Besucher zugänglich macht.

Das Centre des monuments nationaux
Die Zahl der kulturellen Sehenswürdigkeiten in Frankreich ist schier unendlich, doch die größten und bedeutendsten unter ihnen sind in einem Netzwerk zusammengefasst und werden durch das Centre des monuments nationaux verwaltet. Knapp 100 Bauwerke und Stätten umfasst dieses Netzwerk heute. Sein Auftrag besteht darin, diese kulturellen Schätze zu pflegen, zu restaurieren, bekannter und besser zugänglich zu machen und dafür zu sorgen, dass sie für die Nachwelt erhalten bleiben. Außerdem werden jährlich fast 400 Veranstaltungen in und um die nationalen Denkmäler veranstaltet – Ausstellungen, Gedenkfeiern, Konzerte, Lesungen und vieles mehr. Rund 1300 Angestellte kümmern sich im Centre des monuments nationaux um diese vielfältigen Aufgaben. Finanziert wird das Ganze durch Eintrittsgelder, den Erlösen aus den Giftshops und dem Verkauf von Denkmalführern aus dem hauseigenen Verlag Editions du patrimoine sowie durch Subventionen des Kulturministeriums, dem das CMN unterstellt ist. Doch der Aufwand lohnt sich: 2014 zählte das Zentrum in seinen Denkmälern 9,4 Millionen Besucher aus aller Welt.

Die Baudenkmäler des CMN
Zu den schönsten und berühmtesten nationalen Baudenkmälern gehören sicherlich die Abtei Mont-Saint-Michel in der Normandie, die Schlösser von Angers und Azay-le-Rideau, der Arc de Triomphe und die Kirche Sainte-Chapelle in Paris oder der Palais du Tau in Reims. Aber auch das Märchenschloss Pierrefonds ca. 80 km nordöstlich von Paris, das als “Disneyland Frankreichs” gilt, zieht jedes Jahr Tausende von Besuchern an. Seit letztem Jahr ist auch das Fort de Bregançon an der Mittelmeerküste bei Hyères, das bis 2014 als Sommerresidenz der französischen Präsidenten diente, für Besucher geöffnet.

Carcassonne – nationales Denkmal und UNESCO-Weltkulturerbe
Ein besonderes Highlight für Kultur- und Geschichtsfans ist die historische Altstadt von Carcassonne. Die imposante Burg und Festungsmauern der Cité sind seit 1997 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Ein Spaziergang durch die mittelalterlichen Gassen der Altstadt fühlt sich an wie eine wahre Zeitreise in die Vergangenheit. Mit France écotours kann man die beeindruckende Stadt in Südfrankreich übrigens auf einer 4-tägigen Städtereise oder auf einer geführten oder individuellen Radreise am Canal du Midi erkunden.

Quellen:
Pressedossier des Centre des monuments nationaux, Département du développement touristique
Centre des monuments nationaux: Manuel de vente 2015 / Sales Manual 2015
www.monuments-nationaux.fr