Zigeunerwagenferien

Ein Interview mit unserem Pferdezüchter und Fuhrmann François

François

François, ein Pferdezüchter im Südburgund, fährt seit 1982 Familien auf den Wegen seiner Heimat. Zwischen Erzählungen, historischen Anekdoten und der Organisation von Kinderspielen ist unser Pferdeführer bestrebt, sein Wissen zu teilen und den Reisenden die Ruhe eines Aufenthaltes im Rhythmus des Pferdes zu ermöglichen.
Mit François fahren Sie auf ländlichen Straßen und erleben die Etappen unter freiem Himmel, oft am Ufer eines Sees oder Flusses. François arbeitet seit mehr als 30 Jahren leidenschaftlich als Züchter und Fuhrmann. Während der gesamten Wanderung wird er Ihnen die Geschichte seiner Region, die Pferde und das Fahren, vorstellen und erklären. Am Ende des Nachmittags bietet er für Kinder und Erwachsene, die diesen Sport neu für sich entdeckt haben, einen Ausritt (mit den Pferden Suzette oder Névé), mit Kindern und Erwachsenen gleichermaßen, für eine Entdeckungsreise durch die Landschaft an.
Dank ihm können Sie nach einer kleinen Einführung zur Leitung des Zugpferds sicher die Zügel in die Hand nehmen.
François, ein wahrer Naturbursche, gibt den Kinder einen Einblick in die Herstellung von unter anderem Pfeifen und Wassermühlen. Bei der Pflege von Suzette, der Stute oder Névé, dem Ongre werden Kinder und Pferde schnell zu besten Freunden. Eine unvergessliche Zeit für die ganze Familie!

Im Interview verrät er uns was ihn dazu bewegt hat Pferdezüchter und Fuhrmann zu werden. Außerdem, gibt er Einblicke, wie ein gemeinsamer Urlaub aussehen könnte und wer an diesen Reisen teilnimmt.

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Wie sieht ein Aufenthalt in einem Wohnwagen aus?

F : Jedes Jahr organisiere ich Reisen im Pferdewagen, von Dorf zu Dorf, auf und ab. Die Menschen nahmen diese Art von Urlaub in der Natur sofort an, entspannt und mit einem normaleren Rhythmus, im Tempo des Pferdes. Ich bin immer für die Sicherheit beim Führen des Pferdewagens da, damit sich die Leute wirklich wohl fühlen. Mensch und Tier sind voll im Einklang, das ist wirklich schön.

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Wie sind die Etappen organisiert?

F : Ich heiße die Leute am späten Nachmittag (immer sonntags) willkommen, damit sie entspannt ankommen können, und dann haben sie den Abend Zeit, sich hier ruhig niederzulassen und zu überprüfen, ob sie nichts vergessen haben. Wir haben ein Intermarché Supermarkt in dem man letzte Besorgungen machen kann am Montagmorgen und fahren dann von Montag bis Samstag. Jeden Tag gibt es eine andere, individuelle Etappe. Jede Etappe sieht anders aus und hat seine eigenen Reize. Wir fahren am Canal du Centre entlang, dann in die Berge. Dort gibt es Teiche, die ziemlich hoch oben in den Bergen liegen. Das ist ein interessantes Panorama! Und es gibt immer regionale Geschichten und Anekdoten, die ich gerne erzähle, und die Menschen kommen oft auf sie zurück im Laufe der Reise.

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Inwiefern ist es ein wohltuender Urlaub für Familien?

F : Der Pferdewagen hält die Familie zusammen. Er ist sehr klein, es gibt keine Versuchung mehr, sich zurück zu ziehen oder Videospiele zu spielen. Deshalb kommen die Leute, oft lassen sie die neuesten Computerspiele im Auto. Und dann finden die Kinder sofort Spiele in der Natur oder Brettspiele. Oft nutzen sie auch die Gelegenheit, zu lesen, dann sagen die Mütter manchmal: “Hier hat er ein Buch gelesen, obwohl er sonst eigentlich nie liest”. Dieser Wagen wurde speziell für die Kleinen entwickelt, so dass er für die kleinen Kinder sicher ist. Es gibt keine Scharniere, es gibt keine Fenster, die gefährlich sind. Das ist ideal für die Kinder zum Spielen. Sie “bauen” dann ihr eigenes Reich in dem Wagen.

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Haben Sie im Laufe der Jahre Veränderungen der Artenvielfalt festgestellt?

In den 80er Jahren gab es bis zu 260 verschiedene Arten, heute sind es etwa 30. Es ist sehr schön, dass der Hain sowie die Weiden für die Kühe erhalten sind, aber es ist trotzdem ein deutlicher Verlust der Artenvielfalt zu erkennen.

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Ermöglichen die Aufenthalte die Erhaltung der Arten des Zugpferdes?

Natürlich hat dies dazu beigetragen, diese Herde zu erhalten. In den 60er Jahren waren sie zum Schlachten bestimmt, so dass die Rassen etwas schwerer gezüchtet wurden. Es war die Metzgerei, die das Zugpferd rettete, da sie die Züchtung förderten. In den 90er Jahren kam es dann zu einer Wiederbelebung der Pferdewagen, die Pferde wurden wieder etwas leichter und dann wurde das Interesse am Fahren geweckt.

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Zigeunerwagen Bourgogne Familie

Was hat Sie zu diesen Pferdewagenreisen inspiriert?

1982 nahm ich eine Familie mit in den Urlaub, aber im folgenden Jahr gab es keine weitere Möglichkeit, weil sie zu alt waren. Wir setzten den Großvater in den Wagen, und wir waren auf dem Fahrrad, und die Kinder sagten zu mir: “François, du nimmst uns nächstes Jahr so mit, wir legen das Gepäck in den Wagen und du machst eine Tour wie diese”. Und so fing alles an. Ich machte wieder einen traditionellen Anhänger mit Holzrädern, die von Eisen überzogen sind und so gingen wir den ganzen Sommer über weg. Und dann sahen die Leute uns vorbeigehen und immer mehr Familien wollten mit uns mit kommen. Diese waren dann meine ersten Kunden.

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Was gefällt Ihnen an diesem Beruf?

Ich teile gerne mein Wissen, um Menschen an das Führen, die Pferden, etc. heranzuführen. Die kleinen Mädchen lieben es, sie oder ihre Mütter sind meistens die Reiter in der Familie. Und es ist eine Lebensweise, die ein wenig ungewöhnlich für diese Zeit ist. Alle sagen immer dieser Urlaub geht zu schnell vorbei.

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Können diese Reisen sogar einige Menschen verändern?

Es beruhigt die Leute, die am nervösesten sind und ständig unter Strom stehen müssen. Wir haben öfter Kaufmänner, die gestresst von der Arbeit sind. Sie können nicht aufhören zu telefonieren. Schon am Ende des ersten Tages hören sie auf ständig anzurufen und dann sind sie ganz von der Magie des Pferdes verzaubert. Dann sind sie völlig entspannt während des Urlaubes, und gehen anschließend entspannt zurück zur Arbeit und sehen das Leben anders. Es ist wahr, es funktioniert, ich habe viel Feedback bekommen.

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Bleiben Sie immer bei den Familien?

Ja, guter Punkt, wir bleiben immer beim Pferd, auch nachts. Wenn also jemand krank ist, ist es ein paar Mal passiert, bringen wir die Leute zum Arzt oder zur Notaufnahme. Die Menschen bleiben nicht allein mit dem Pferd, es reicht nicht aus, die Einführung zu bekommen, um den Wagen alleine zu führen. Selbst wenn man alles Abfahrbereit macht und den Leuten sagt, wohin sie gehen sollen, ist es kompliziert. Es liegt alles in den kleinsten Handbewegungen bei der Führung des Pferdes. Wenn man eine zu harte Hand hat, blockieren wir das Pferd. Wenn man zu sachte mit dem Pferd umgeht, kann das Pferd faulenzen, es kann sagen: “Ich habe niemanden mehr, der mich führt. Also kann ich tun was ich möchte”. Das Pferd hat auch seine eigene Meinung. Wenn es aufhören möchte zu grasen, wird es aufhören zu grasen. Sogar Suzette hat es schon mal getan. Das Pferd hat zu dem auch Gefühle. Es kann Angst haben, sich aufregen, etc.

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Was sollten Urlauber für einen Aufenthalt im Wohnwagen mitbringen?

Ihre gute Laune, ihren Sonnenhut und nützliche Dinge zum Leben im Freien. Die Leute nehmen gerne zu viele Gepäck mit, und dann sage ich es ihnen und sie lassen vieles im Auto zurück. Es ist das Leben unter dem freien Himmel, da braucht man nicht viel.

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Interesse geweckt?

Hat François mit seiner Geschichte und seinem freien Lebensstil ihr Interesse geweckt? Dann schnappen Sie sich ihre Familie, lassen Sie alle überflüssigen Gepäckstücke zu Hause und begeben Sie sich auf eine naturnahe Reise, bei der Sie sich der Natur und den Tieren wieder annähern und einfach mal abschalten können.

Unsere Zigeunerwagenferien:

Wir bieten Zigeunerwagenferien in 8 verschiedenen Regionen an:

Ostfrankreich: im Jura und in Franche-Comté, beide nahe der Schweizer Grenze, in der Nähe von Hinterland von Lyon und weiter südlich im Südburgund.
Im Südwesten: In der berühmten Périgord Blanc sowie in der Département Gers, in der Gascogne – etwa vierzig Kilometer von Montauban und Toulouse entfernt.
Im Westen: In der Bretagne, an der “Côtes d'Armor” unweit des Kanals, etwa 16 Kilometer vom Meer entfernt.
Im Süden: in Ariège

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