Pot-au-feu

Jetzt wo die Tage kürzer und kälter werden, freuen wir uns über Rezepte, die uns von innen wärmen. Ein Klassiker aus der traditionellen französischen Küche, der besonders gut zur kalten Jahreszeit passt, ist der Pot-au-feu, ein französischer Rinder-Schmortopf. Das Geheimnis sind die frischen Zutaten und die lange Garzeit – je länger desto besser. Das Schöne daran: das Gericht ist ganz einfach zuzubereiten. Die einzige Schwierigkeit besteht möglicherweise darin, frische und hochwertige Zutaten zu bekommen, und natürlich die Geduld aufzubringen, stundenlang auf den lecker duftenden Eintopf zu warten…

Zubereitungszeit: 15 Minuten
Kochzeit: mind. 4 Stunden
Schwierigkeit: leicht

Ergibt 4 Portionen

Zutaten:
1,5 kg gemischtes Rindfleisch (magere und fette Stücke, z.B. Schulter-, Kotelette- und Beinscheiben, Ochsenschwanz)
1-2 Markknochen
3 Stangen Lauch
1-2 Steckrüben
1-2 festkochende Kartoffeln (optional)
3-4 Karotten
1 Sellerie-Knolle (ohne Blätter)
Wirsing-Blätter
1 Kohlrabi (optional)
1 Zwiebel
1 Gewürznelke (evtl. 2, aber nicht mehr)
1 Bund frische Kräuter, mit Küchengarn zusammengebunden: 1 frisches Lorbeerblatt (gibt's im Asiamarkt), Petersilie und Thymian
1 Knoblauchzehe
grobes Meersalz,
Pfeffer

Zubereitung:

1. Fleisch und Gemüse gut waschen.

2. Ca. 4 Liter Wasser zusammen mit den Kräutern in einem großen Topf zum Kochen bringen. Das Fleisch und die Markknochen (diese zuvor in Mouselin- oder Baumwolltücher einwickeln, damit das Mark nicht ausläuft) hinzugeben und mit grobem Meersalz salzen.

3. Weiter kochen lassen und immer wieder abschäumen, bis kein Schaum mehr entsteht

4. Gemüse sehr grob schneiden: Karotten und Kartoffeln schälen und halbieren, das Grün des Lauchs entfernen, Sellerie, Kohlrabi und Steckrüben halbieren oder vierteln (je nach Größe), Zwiebel mit der Gewürznelke spicken, Knoblauch schälen

5. Gemüse in den Topf geben und alles bei niedriger Hitze und leicht geöffnetem Deckel mindestens 4 Stunden köcheln lassen. Überschüssiges Fett immer wieder mit einem kleinen Löffel abschöpfen.

6. Fleisch und Gemüse aus der Brühe nehmen, abtropfen lassen und heiß servieren.

Tipp: Die Brühe wird in Frankreich oft als Vorspeise gegessen oder zu einer Suppe weiterverarbeitet. Nachdem das Gemüse und das Fleisch stundenlang darin gekocht wurden, schmeckt sie besonders intensiv und sollte auf keinen Fall vergeudet werden!

Übriges Fleisch ergibt am nächsten Tag mit Cornichons, grobem Meersalz und scharfem Senf nochmal ein leckeres Gericht.

Bon appétit!