Poulet basquaise – Rezept

Das Poulet basquaise (Baskisches Huhn) ist eine kulinarische Spezialität aus dem Baskenland, das ursprünglich aus der Provinz Soule stammt. Das Gericht besteht aus gebratenen Hühnerteilen, die anschließend langsam in einer Sauce aus reifen Tomaten und Paprika geschmort werden. Seine besondere Note erhält das Gericht durch eine Mischung aus Knoblauch, Zwiebeln und Piment d'Espelette (Gorria).

Ich persönlich koche am Liebsten eine Variante des Poulet basquaise mit Oliven, die ich Euch hier vorstellen möchte. Wer es ohne lieber mag, kann die Oliven natürlich auch weglassen.

Zubereitungszeit: 1 Stunde 30 Minuten
Schwierigkeit: mittel
Ergibt 6 Portionen

Zutaten:

  • 1 großes Huhn vom Bauernmarkt
  • 4 Zwiebeln
  • 3 rote und grüne Paprika
  • 500 g reife Roma-Tomaten oder eine Dose gehackte Tomaten
  • 4 Knoblauchzehen
  • 1 Bund frischen Thymian
  • Grüne und schwarze Oliven
  • 2 Esslöffel Olivenöl
  • Lorbeerblätter
  • Piment d’Espelette (oder Pfeffer)
  • Salz

Zubereitung:

1. Das Huhn gründlich waschen und in 8 Teile zerlegen. Dazu beide Beine abtrennen und in zwei Teile schneiden, die Flügel abtrennen, die Brust vom Rücken trennen und in zwei Teile schneiden. Dann das Fett aus dem Oberschenkel auslösen, ohne die Knochen zu zerschneiden.

2. Zwiebeln fein hacken, Paprika in Streifen schneiden, Tomaten Schälen, entkernen und hacken.

3. Aus den Hühnerresten und etwas Suppengemüse eine Hühnerbrühe ansetzen. Ein Teil davon wird evtl. verwendet, um die Sauce für das Poulet basquaise am Ende zu verflüssigen. Der Rest kann am nächsten Tag z.B. als Suppe gegessen werden.

4. Die restlichen Hühnerteile in einer Pfanne mit etwas Olivenöl mit der Hautseite zuerst anbraten. Bei mittlerer Hitze braten, damit der Saft nicht verbrennt und kein bitterer Geschmack entsteht. Mehrfach wenden, bis die Hühnerteile goldbraun sind – das kann ein paar Minuten dauern, also cool bleiben!

5. Die Hühnerteile auf ein Backblech legen und zunächst die Sauce zubereiten.

6. In einem Schmortopf die gehackten Zwiebeln, den Knoblauch und die Paprikastreifen zusammen mit dem Thymian und den Lorbeerblättern im ausgelösten Oberschenkelfett anschwitzen.

7. Die geschälten und gehackten Tomaten dazugeben.

8. Das Gemüse langsam schmoren lassen, ohne dass es anbrät. Sobald das Gemüse Wasser verliert, die Oliven dazugeben.

9. Die Hühnerteile auf das Gemüse legen und alles mit Salz und piment d’Espelette würzen.

10. Bei niedriger Temperatur und geschlossenem Deckel alles 45 kochen lassen. Die Kochzeit kann je nach Herd, Größe des Huhns und Flüssigkeitsmenge variieren.

11. Sollte die Sauce zu flüssig sein, diese bei niedriger Hitze reduzieren. Falls die Sauce zu dick ist, etwas Brühe hinzugeben. Dadurch wird auch der Gschmack noch etwas intensiver und die Sauce schmeckt noch besser.

12. Das Hühnchen mit der Gemüsesauce servieren.

Das Besondere an diesem Rezept ist, dass das Huhn langsam in seinem eigenen Saft und in der Gemüsesauce einkocht. Deshalb ist es wichtig, dass das Huhn nicht zu scharf angebraten wird und nicht zu heiß gekocht wird. Durch das langsame Schmoren bleibt das Fleisch weich und saftig und erhält einen intensiven Geschmack. Und das alles ohne Brühwürfel, Saucenpulver oder Geschmackverstärker – abgesehen von der leckeren selbstgemachten Brühe!

Bon appétit!