Rezept für vegane Tarte Tatin

Die Tarte Tatin ist in Frankreich ein sehr beliebter Apfelkuchen mit karamellisierten Äpfeln. Es wird vermutet, dass der Ursprung dieses Rezepts im 19. Jahrhundert in einem kleinen Dorf in der Sologne in Zentralfrankreich liegt. Zwei Schwestern, Stéphanie und Caroline Tatin betrieben dort ein kleines Restaurant. An einem gut besuchten Sonntag gab Stéphanie, etwas schusselig, zuerst die Äpfel in die Kuchenform. Als sie bemerkte, dass sie den Teig ganz vergessen hatte, entschied sie sich einfach, den Teig auf die Äpfel zu geben statt umgekehrt. Der Kuchen kam bei den Gästen gut an und so enstand aus purer Zerstreutheut die lecker karamellige Tarte Tatin. Durch Louis Vaudable fand das Rezept seinen Weg nach Paris. Monsieur Vaudable war selbst zu Gast bei den Schwestern und war von dem etwas anderen Apfelkuchen begeistert, dass er ihn auf die Karte seines bekannten Restaurants Maxim's in Paris setzte.
Wie bei allen traditionsreichen und bekannten Rezepten gibt es viele Abwandlungen, manche schwören auf Mürbeteig, manche auf Blätterteig. Wir stellen die Tarte mit einem veganem Blätterteig her. Falls sich spontan Besuch ankündigt und man eine Blitzvariante braucht, kann man den Blätterteig natürlich auch fertig kaufen (veganen Blätterteig gibt es zum Beispiel bei Alnatura). Los geht’s!

Vorbereitungszeit 20 min
Backzeit 45 min

Für die Garnitur

  • 250 g Rohrzucker und 50ml Wasser für das Karamell
  • 1,5 kg Äpfel
  • 30 g Margarine
  • 1 Messerspitze Zimt

Für den Teig

  • 500 g Mehl
  • 250 ml Wasser
  • 1 Prise Salz
  • 50 g zerlassene Margarine
  • 300 g weiche Margarine
  • Maisstärke

Fangen wir mit dem Teig an, denn der muss am Ende noch mindestens eine Stunde ins Gefrierfach. Das Mehl auf die Arbeitsplatte geben und in der Mitte ein Loch formen. Nach und nach das Wasser, die zerlassene Margarine und dann das Salz hinzugeben. Alles zu einer Kugel formen ohne den Teig dabei zu kräftig zu kneten. Mit dem Nudelholz rechteckig ausrollen, mit der weichen Margarine bestreichen und die Maisstärke darüber streuen. Die rechte, dann die linke Seite des Rechtecks nach innen klappen, so dass drei Schichten entstehen. Die Enden mit dem Nudelholz zusammendrücken und den Teig erneut vorsichtig ausrollen, die Schichten sollten dabei intakt bleiben! Dann erneut mit Margarine bestreichen, Maisstärke darüber streuen und die kurzen Enden nach innen klappen. Ein letztes Mal den Prozess wiederholen und den Teig einmal in der Mitte zusammenklappen. Den Teig in Frischhaltefolie mindestens eine Stunde im Gefrierfach ruhen lassen. Falls du den Teig bereits am Vortag vorbereitest, denk daran ihn ca. 10 min vor dem Backen zum Antauen rauslegst um zu vermeiden, dass er kaputt geht!

Während der Teig ruht kann man sich der Äpfel annehmen: Schälen, entkernen, und Achteln.Vierteln und die Viertel der Breite nach halbieren. Für eine gelungene Tarte Tatin eignen sich Äpfel, die beim Backen nicht zerfallen, beispielsweise die Sorte Boskoop!

Für das Karamell den Zucker in eine Pfanne geben und 50 ml Wasser hinzufügen. Ohne zu Rühren aufkochen lassen bis der Zucker karamellisiert und eine hellbraune Farbe annimmt. Dann von der Platte nehmen und in die Kuchenform gießen. Tartes werden traditionell in runden Formen gebacken, beim Blätterteig bietet sich aus praktischen Gründen allerdings auch eine eckige Form an!

Auf dem Karamell die Apfelstücke mit der Außenseite nach unten dicht aneinander platzieren, mit Zimt bestreuen und einige Margarinestückchen zwischen den Äpfeln verteilen.
Den Teig vorsichtig platt rollen und auf die Äpfel legen.

Die Tarte 30 bis 45 min bei 180° backen und dann stürzen. Die ganze Flüssigkeit sollte beim Backen verdampfen, falls die verwendete Kuchenform es erlaubt, kann man sie auch auf die Herdplatte stellen.

Lauwarm mit ein wenig Kokossahne oder Lupineneis schmeckt die Tarte Tatin am besten!

Viel Spaß beim Ausprobieren und bon appétit!

Christiane Hawlik