Gefüllte Tomaten

Im Süden Frankreichs beginnt allmählich die Saison für heimische Tomaten. In Deutschland müssen wir zwar noch ein bisschen länger auf die regionale Ernte warten, trotzdem möchten wir schon jetzt eines unserer Lieblingsrezepte rund um die leckere rote Frucht teilen – Tomates farcies (gefüllte Tomaten) nach einem alten Familienrezept!

Zubereitungszeit: 40 Minuten
Kochzeit: 35-45 Minuten

Ergibt 4 Portionen

Zutaten:

  • 4 große, reife aber möglichst feste Tomaten
  • 1 EL Olivenöl
  • 1/2 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 20 g Petersilie
  • 20 g Butter
  • 150 g ausgelöste italienische Würstchen (je nach Geschmack mild oder pikant)
  • 20 g Semmelbrösel
  • 1 EL Erdnussöl
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung:

1. Die Tomaten waschen und am Stilende einen “Deckel” abschneiden. Kerne und Fruchtfleisch vorsichtig mit einem Teelöffel entfernen, ohne dabei die Haut zu beschädigen. Die Früchte leicht ausdrücken, um die Flüssigkeit zu entfernen. Die Tomaten von innen etwas salzen und mit der Öffnung nach unten ca. 10-15 Minuten auf einem Küchentuch abtropfen lassen.

2. Den Backofen auf 240°C vorheizen. Ein Backblech mit Olivenöl fetten, die Tomaten und die Deckel darauf verteilen und 5 Minuten im Ofen anrösten.

3. Die Zwiebel und den Knoblauch schälen und fein hacken. Die Petersilie hacken. Die Butter in einer Pfanne zerlaufen lassen und die Zwiebeln darin goldgelb anbraten.

4. Die angerösteten Zwiebeln in einer Schüssel mit den ausgelösten Würstchen, Semmelbrösel, Petersilie und Knoblauch vermengen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Füllung so lange kneten, bis eine gleichmäßige Masse entsteht.

5. Den Backofen auf 220°C regeln.

6. Die Masse mit einem Teelöffel in die Tomaten füllen und oben eine kleine Kuppel bilden. Mit Semmelbrösel bestreuen und mit Erdnussöl beträufeln und ca. 30-40 Minuten backen.

7. Die Deckel wieder auf die Tomaten legen, mit etwas Petersilie dekorieren und mit Reis servieren.

Bon appétit!

Tomaten – Qualität und Saison

Tomaten wachsen nicht das ganze Jahr über. Doch in unseren Supermärkten merkt man davon nichts, denn dort werden sie zu jeder Jahrezeit angeboten. Das was man im Winter dort zu kaufen bekommt, sieht allerdings oft nur aus wie eine Tomate; geschmacklich hat es mit der süßen, saftigen Frucht dagegen meist nur wenig zu tun. Denn die Früchte werden im Winterhalbjahr von weit her importiert oder in einem Kunstsubstrat aus Kokos- oder Glasfasern gezüchtet. In beiden Fällen hat die Tomate keine Chance, ihren vollen Geschmack zu entwickeln. Für Bio-Tomaten ist der Anbau außerhalb der Erde tabu. Was jedoch gestattet ist, ist die Aufzucht in beheizten Gewächshäusern, wo sie zwar in “echter” Erde, aber alles andere als klimafreundlich heranwachsen.

Die Erntezeit für biologische und zugleich klimafreundliche Tomaten beginnt in Deutschland erst Anfang Juli. Im warmen Süden Frankreichs (z.B. in der Provence oder im Languedoc-Roussillon) werden dagegen schon jetzt im Mai die ersten frühen Sorten im unbeheizten Gewächshaus reif und ab Juni wachsen sie sogar auf dem freien Feld. Und nur so schmecken sie wirklich gut.

Um richtig vollmundige Tomaten zu bekommen, sollte man also auf Regionalität, Saisonalität und biologischen Anbau achten. Am leckersten sind übrigens alte Sorten. Im Gegensatz zu neueren Varianten wurden diese nämlich auf ein volles Aroma und nicht auf Transportfähigkeit und makelloses Aussehen hin gezüchtet.

Quellen:
www.bioconsomacteurs.org
www.tomaten.de
www.gartenjournal.net/tomaten-saison